Konzepte zur Genesung

ERAS-Konzept und Fast-Track-Konzept

Das Fast-Track-Konzept (übersetzt „schnelle Schiene-Konzept“) wurde in den 1990er Jahren in Dänemark entwickelt und umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die im Ergebnis eine schnellere Erholung von operativen Eingriffen bewirken sollen. Den gleichen Ansatz hat die modernere ERAS-Konzept (Enhanced Recovery after Surgery = schnelle Erholung nach Operationen)

Vor Eingriffen im (unteren) Darmtrakt verzichten wir auf die in vielen Kliniken noch übliche ausgedehnte Darmreinigung. Stattdessen geben wir unseren Patienten schon früh nach der Operation kleinste Mahlzeiten und  darmtätigkeitsfördernde Medikamente. Unsere Pflegekräfte halten wir an, bereits am Tag der Operation den Patienten aus dem Bett zu holen und ihn in der Folgezeit, deutlich mehr als früher üblich, zu mobilisieren. Auf Drainageschläuche und Magensonden verzichten wir weitgehend. Der Patient kann sehr schnell nach der Operation wie gewohnt essen. Dadurch können wir Infusionen reduzieren, das Thromboserisiko (durch Immobilität) vermindern und den Krankenhausaufenthalt verkürzen.

Das Fast-Track-Konzept fordert eine aktive Mitarbeit des Patienten. Wir Ärzte entscheiden deshalb im Einzelfall, ob Fast-Track oder Teile dieses Konzeptes für den Patienten vorteilhaft sind. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist Fast-Track ein sehr gutes Konzept und sollte, wann immer möglich, zur Anwendung kommen.