Magen

Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüre

Unter Magenschmerzen hat jeder schon einmal gelitten. Auch ein Völlegefühl oder Sodbrennen können auf eine Magenkrankheit hinweisen.
Die häufigsten Erkrankungen sind

  • die Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und
  • das Magengeschwür (Ulcus).

Beide Erkrankungen sind unter anderem auf unsere Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen, vor allem auf scharfes Essen, Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin.

Symptome

Drückende oder stechende Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit.

Untersuchung

Ärztliche körperliche Untersuchung, Magenspiegelung evtl. mit Probenentnahme.

Medikamentöse Therapie

Die meisten Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre kann man durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten behandeln. Hierdurch wird die Säureproduktion im Magen herabgesetzt und die Schleimhaut des Magens unterstützt.

Eine Operation ist nur notwendig, wenn:

  • die medikamentöse Therapie nicht ausreicht
  • die Präparate von den Patienten nicht vertragen werden
  • bei einem Magengeschwür Komplikationen auftreten (Blutung, Durchbruch des Geschwürs durch die Magenwand)

Operationsverfahren

Ausschneiden des Geschwürs: Hierbei wird nur ein kleiner Teil der Magenwand, an dem sich das Magengeschwür befindet ausgeschnitten und der entstehende Defekt vernäht.

Teilentfernung des Magens (Operation nach Bilroth, Roux-y): Hierbei wird der untere Teil des Magens entfernt, in dem die Säure produziert wird. Anschließend wird eine neue Verbindung des Magens mit dem Zwölffingerdarm hergestellt. So kann die Nahrung auf normalem Weg weitertransportiert werden.

Nach der Operation

Nach dem Eingriff müssen Sie Ihre Ernährung etwas umstellen. Da der Magen verkleinert ist, müssen vier bis fünf kleine Mahlzeiten über den Tag werden.
Häufig muss einmal im Monat ein Vitamin B12-Präparat als Spritze verabreicht werden, da der Restmagen einen notwendigen Trägerstoff (intrinsic factor) nicht mehr bildet und das Vitamin daher nicht mehr aus der Nahrung aufgenommen wird. Im Normalfall kann man nach einer Magenoperation nahezu normal weiterleben.