Magenkrebs

Die Zahl der Menschen, die an Magenkrebs erkranken, ist in den vergangenen Jahren in Europa angestiegen. Ursache der Erkrankung kann eine genetische Veranlagung sein. Auch häufig auftretende Magengeschwüre begünstigen die Gefahr einer Tumorentstehung.

Symptome

Symptome

Druckgefühl im Oberbauch, Appetitlosigkeit, plötzliche Abneigung gegen Fleischmahlzeiten, Gewichtsverlust. Magenkrebs verursacht nur selten Schmerzen.

Untersuchungen

Ärztliche körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen, Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Probenentnahme.

Operation

Bei kleineren Tumoren im Frühstadium kann die Entfernung des Krebses über eine Magenspiegelung ohne Operation erfolgen.

Ist der Krebs bereits etwas größer, so wird ein Teil des Magens oder der gesamte Magen mit dem Tumor und den dazu gehörigen Lymphknoten über eine Operation entfernt. Ob ein Teil des Magens belassen werden, kann hängt von der Größe des Magens, der Größe und Lage des Tumors und der Art des Tumors ab. Um die Nahrungsaufnahme zu sichern, wird nach Entfernung des Magens eine neue Verbindung zwischen Speiseröhre und Darm hergestellt.

In einigen Fällen wird vor der Operation eine Chemotherapie durchgeführt, um den Tumor vor dem Eingriff bereits zu verkleinern. Dieses wird in Abhängigkeit von dem jeweiligen Tumorstadium durchgeführt.

In anderen Fällen wird nach Operation eine Chemotherapie empfohlen. In dem Fall ist der Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium und die Ärzte vermuten weitere Krebszellen im Körper.

Jeder Patient mit einer Krebs-Erkrankung erhält in unserem interdisziplinären Tumorboard ein eigenes Therapiekonzept, das wir mit Ihnen individuell besprechen.

Nach der Operation

Nach dem Eingriff müssen Sie Ihre Ernährung etwas umstellen. Da der Magen verkleinert ist, müssen vier bis fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt werden.
Häufig muss einmal im Monat ein Vitamin B12-Präparat als Spritze verabreicht werden, da der Restmagen einen notwendigen Trägerstoff (intrinsic factor) nicht mehr bildet und das Vitamin daher nicht mehr aus der Nahrung aufgenommen wird.