Am 17. November ist Welt-Frühgeborenen-Tag

Am 17. November ist Welt-Frühgeborenen-Tag

Auch in diesem Jahr macht das Evangelische Krankenhaus wieder mit verschiedenen Aktionen auf die Herausforderungen frühgeborener Kinder und deren Familien aufmerksam. Am 16. November gibt das Team der Kinderintensivstation und der Bunte Kreis OWL - Sonnenblume e.V. von 11 bis 14 Uhr mit einem Stand in der Fußgängerzone an der Jakobikirche emotionale Einblicke in ihre Arbeit und die ersten Lebenstage der kleinen Patienten. Unter dem Titel „Lila Lichter für Frühgeborene“ findet am Sonntag, den 17. November, in der Kapelle des Krankenhauses ein offener Familiengottesdienst mit musikalischer Begleitung durch die Band Exodus statt. Beginn ist um 9.45 Uhr.

Lila ist die Farbe der Frühgeborenen. Jedes Jahr ruft die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) Krankenhäuser weltweit dazu auf, mit Lichtaktionen zum Welt-Frühgeborenen-Tag auf das Schicksal der kleinsten Patienten aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit 170 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, beteiligt sich auch das Evangelische Krankenhaus in diesem Jahr wieder an der Aktion. Während im letzten Jahr das ganze Krankenhaus im lila Licht erstrahlte, werden in diesem Jahr viele kleine lila Lichter im Eingangsbereich und der Kapelle symbolisch für die Frühgeborenen leuchten.

„Frühgeborene haben keine Lobby,“ erklärt Waltraud Baumann, Stationsleitung der Kinderintensivstation im EVK, die Motivation ihres Teams die Aktionen zum Welt-Frühgeborenen-Tag zu initiieren. Obwohl jährlich in Deutschland etwa 60 000 Frühchen geboren werden, ist „das Thema in der Öffentlichkeit wenig präsent“. Die Kinderintensivstation gehört zum Perinatalzentrum des Krankenhauses, das darauf spezialisiert ist Schwangere und Neugeborene mit höchstem Risiko zu versorgen. Dazu zählen auch sehr kleine Frühgeborene, die vor der 29. Woche zur Welt kommen oder voraussichtlich unter 1.250 Gramm wiegen. Manche Babys bleiben Monate auf der Intensivstation. Während dieser Zeit steht laut Waltraud Baumann „nicht nur die medizinische Versorgung des Kindes im Mittelpunkt, sondern auch die mentale Begleitung der Eltern“. Unterstützt wird das Stationsteam dabei von Mitarbeiterinnen des Bunten Kreis OWL - Sonnenblume e.V.. Hierzu gehört auch Eva Graefe, Kinderkrankenschwester und Heilpädagogin. Sie bereitet die Eltern in Gesprächen auf das Leben mit dem Frühgeborenen vor und gibt praktische Hilfen bei der Organisation des Alltags. Dadurch entsteht eine enge Bindung zu den Familien. Viele halten auch Jahre nach der Entlassung noch Kontakt zu den Mitarbeitern des Krankenhauses.

„Wir begleiten Familien mit Frühgeborenen auf einer langen Reise“, sagt Waltraud Baumann. Der Aktionsstand in der Fußgängerzone und der Familiengottesdienst richtet sich an alle Interessierten und soll einen Eindruck dieser emotionalen Reise vermitteln.

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