Hilfe zur Selbsthilfe – EVK Lippstadt erneut als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet

Zum vierten Mal in Folge wurde das Evangelische Krankenhaus Lippstadt als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung dafür, dass das EVK seit Jahren den Kontakt zwischen Patienten und Selbsthilfegruppen fördert und die Arbeit der Gruppen intensiv unterstützt. Verliehen wird die Auszeichnung durch das Berliner Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“. 

„Zusammen ist man weniger allein“ lautet nicht nur der Titel eines Bestsellerromans, sondern beschreibt auch die Motivation chronisch kranker Menschen sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren. „In der Gruppe kann man sich mit anderen Betroffenen austauschen, gemeinsam Ideen und Perspektiven entwickeln. Daraus schöpft jeder Einzelne Kraft,“ beschreibt Susanne Musga, Selbsthilfebeauftragte des EVK Lippstadt, ihre Erfahrung aus der langjährigen Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen. Vor über zehn Jahren gründete sie gemeinsam mit Barbara Burgers, Mitarbeiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Soest (KISS), der ärztlichen und pflegerischen Leitung des Krankenhauses und Vertretern örtlicher Selbsthilfegruppen den „Arbeitskreis selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Seitdem koordiniert sie die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe, KISS und Krankenhaus. Für Barbara Burges sind Kontinuität und Verlässlichkeit wichtige Faktoren für ein selbsthilfefreundliches Krankenhaus: „Es geht nicht darum einen einmaligen Aktionstag zu organisieren, sondern um eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppe und Krankenhaus.“

2011 wurde das EVK Lippstadt erstmalig für seine Selbsthilfefreundlichkeit ausgezeichnet. Aktuell arbeitet das Krankenaus mit 11 Selbsthilfegruppen aus dem Kreis zusammen. Hierzu gehören auch die Adipositas-Selbsthilfegruppe Lippstadt und die Selbsthilfegruppe für Eltern von „Sternenkindern“, beide wurden im letzten Jahr neu gegründet. Das Krankenhaus unterstützt die Gruppen bei verschiedenen Aufgaben, wie der Bereitstellung von Räumlichkeiten, Vermittlung von Referenten und der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit. „Eine unserer Hauptaufgaben ist es, die richtigen Menschen zusammenzubringen,“ so die Selbsthilfebeauftragte. Ein aktuelles Beispiel ist der für den 6. Mai geplante „Tag der Selbsthilfegruppen“ im Evangelischen Krankenhaus, an dem sich alle Gruppen präsentieren können.

Von der Kooperation mit den Selbsthilfegruppen profitiert auch das EVK. „Durch die Zusammenarbeit werden wir für die Bedürfnisse der Betroffenen noch mehr sensibilisiert, das hilft uns auch unsere Patienten bestmöglich zu unterstützen,“ so Dr. Ingo Meister, Ärztlicher Direktor des EVK Lippstadt.

Die erneute Auszeichnung als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ sieht das EVK als Ansporn die Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen vor Ort in den nächsten Jahren weiter auszubauen.

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