Hochpräzise Diagnostik von Tumorerkrankungen: Gastroenterologie im EVK erhält neues Endosonographie-Gerät

Im Zuge der Modernisierung und Erweiterung der Endoskopischen Abteilung investierte das Evangelische Krankenaus jetzt weitere 70.000 Euro in ein Endosonographie-Gerät der neuesten Generation. Die Endosonographie, eine Kombination aus Endoskopie und Ultraschall, ist ein wichtiger Baustein der Funktionsdiagnostik des Krankenhauses. Sie ermöglicht es, krankhafte Veränderungen in der Magen- und Darmwand, Lymphknoten, Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen zuverlässig zu erkennen.

Bei der Untersuchung wird eine flexible Sonde (Endoskop) mit Kamera und Ultraschallkopf, über die Speiseröhre oder den Darm in den Körper eingeführt. Für den Patienten ist die Prozedur schmerzfrei. Während der circa 30minütigen Untersuchung wird er durch das erfahrene Endoskopie-Team des EVK mit einer Narkose in einen kurzen Schlaf versetzt.

„Durch den „Ultraschall von innen“ erhalten wir hochaufgelöste Bilder von Gewebe und Organen, die mit anderen Untersuchungsmethoden nicht, oder nur schwer, zugänglich sind“, erläutert Dr. Andreas Krahn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, die Vorteile der Methode. Dabei können bereits kleinste Veränderungen, die zum Beispiel auf entzündliche Erkrankungen oder Tumore hinweisen, erkannt werden. Mit einer seiner feinen Nadel können zudem während der Untersuchung Gewebeproben zur weiteren Analyse entnommen werden. „Die Endosonographie ermöglicht eine hochpräzise und gleichzeitig schonende Diagnostik. Das ist von großem Vorteil für unsere Patienten. Sie erhalten schnell Gewissheit und wir können bei Bedarf – bei akuten Erkrankungen oder Tumoren -  zügig eine gezielte Behandlung einleiten. Besonders hilfreich ist dabei auch die enge Kooperation mit der chirurgischen und onkologischen Klinik im Haus“ so der Gastroenterologe.

Bereits im September wurde die Funktionsdiagnostik des Krankenhauses mit einer neuen vollautomatischen Anlage zur Wiederaufbereitung der medizinischen Geräte ausgestattet. Zudem entsteht derzeit ein neuer Aufwachraum mit mehreren Betten, mit dem Ziel, Patienten zukünftig kurzfristiger einen Termin für endoskopische Untersuchungen anbieten zu können.    

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen betragen circa 350.000 Euro.

BU: (v.l.n.r.) Therese Kubischok (Leitung Endoskopie), Dr. Andreas Krahn (Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie) und Tobias Vielstedde (Pflegekraft Endoskopie) mit dem neuen Endosonographie-Gerät, das ab sofort das breite diagnostische Spektrum des EVK Lippstadt ergänzt.

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