Darmkrebs - die stille Gefahr

Darmkrebsmonat: EVK Lippstadt informiert zur Darmkrebsfrüherkennung

Der März steht in ganz Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Die Felix-Burda-Stiftung ruft seit 2002 u.a. Unternehmen und Kliniken dazu auf, sich für die Darmkrebsvorsorge zu engagieren. Bereits am Dienstag, 18. Februar, beteiligt sich das Evangelische Krankenhaus Lippstadt im Vorfeld des Darmkrebsmonats mit einer Vortragsveranstaltung an der bundesweiten Kampagne.

Die gute Nachricht: In der Gruppe der 55-Jährigen ist die Anzahl der Neuerkrankungen seit Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung Ende 2002 um 14 % zurückgegangen, so das Deutsche Krebsforschungsinstitut. Und doch: Mit unserem Darm beschäftigen wir uns ungern. Und Krebs? – Erst Recht nicht. Das sollten wir aber.

Im Kampf gegen Darmkrebs haben wir eine echte Chance. Denn rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs harmlos. Im Gegensatz zu anderen Krebsarten entwickelt sich Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Mit einer Darmspiegelung, der Koloskopie, können diese Vorstufen frühzeitig entdeckt und entfernt werden – und zwar schon bevor sie zu Krebs werden.

Mit jährlich etwa 60.000 Neuerkrankungen und mehr als 25.000 Todesfälle ist Darmkrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Darmkrebs zeigt im Frühstadium selten Symptome. Oft wachsen die Tumore jahrelang, still vor sich hin. Darum beinhaltet die Darmspiegelung eine große Chance. Der Blick durch das Endoskop spürt selbst kleinste Neubildungen – gutartige wie bösartige – auf. Der Untersucher kann aus verdächtigen Veränderungen Gewebeproben entnehmen oder diese komplett entfernen.

Die Darminspektion zahlt sich aus: Vorstufen von Krebs und kleinere Tumore können direkt während der Untersuchung entfernt werden. Somit kann aus der Vorsorgeuntersuchung eine Früherkennungsuntersuchung werden, die in einem einzigen Schritt auch die Therapie beinhaltet. Unter dem Titel „Darmkrebsfrüherkennung – die stille Gefahr“, informieren Udo Dolkemeier, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin mit Gastroenterologie und Sönke Scheunemann, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im EVK, zum Darmkrebs-Screening, zum Ablauf einer Darmspiegelung, zu möglichen Symptomen einer Darmkrebserkrankung und welche endoskopischen und minimal-invasiven Möglichkeiten die moderne Bauchchirurgie anwendet.

Die Vortragsveranstaltung am Dienstag, 18. Februar, beginnt um 18 Uhr im Vortragsraum des EVK Lippstadt.

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